Haus der Kultur – Alles unter einem Dach!

Da die vielen kleinen und erhaltenswerten Emder Museen zur Zeit noch unter der Führung von Vereinen am Leben gehalten werden, die Mitgliederstruktur jedoch in die Jahre gekommen ist und es kaum Nachwuchs gibt, tickt hier eine Zeitbombe, denn meines Wissens steht in den jeweiligen Satzungen, dass nach einer Liquidation des Vereins (aus welchem Grunde auch immer), das Objekt an die Stadt fällt! Um somit einerseits negativen Auswirkungen des demographischen Wandels auf unser Kulturleben in Emden entgegenzuwirken und andererseits eine strukturierten Darstellung (Flyer, Prospekt, App, usw.) unserer touristischen Angebote anbieten zu können, strebe ich folgende Lösung nach einem Mannheimer Muster an (ein entsprechender Antrag im Anhang liegt der Verwaltungsspitze vor).

In Mannheim ist aus dem Stadtarchiv Mannheim ein Institut für Stadtgeschichte, das MARCHIVUM, geworden. Dieser neue Name ist konsequenter Ausdruck eines neuen Profils des Stadtarchivs. Ähnlich dem MARCHIVUM mit seinen drei Ausrichtungen: das Archiv mit seinen umfangreichen Sammlungen und Beständen; den Services für Forschung, Bildung und Vermittlung sowie den Ausstellungsbereichen zur Stadtgeschichte und NS-Zeit könnte eine ähnliche Einrichtung, ein „Haus der Kultur“, auch in Emden erfolgreich arbeiten, Synergien bündeln und für den Tourismus, aber auch für die Emder Bevölkerung von großer Bedeutung und Interesse sein. Emder Kulturstätten wie das „Stadtarchiv“, „Landesmuseum“, „Bunkermuseum“, „Feuerschiff“, „Rettungskreuzer“, „Heringslogger“ und die „Emder Wallanlage“ könnten unter einem Dach gebündelt und gemeinsam vermarktet werden. Eine zentrale Verwaltung in einem „Haus der Kultur“ (o.ä.) könnte dann um die Bereiche „Museumspädagogik“ und „Marketing“ erweitert werden. Die von mir erstellte Liste der Kulturstätten beansprucht nicht den Status der Vollständigkeit, neue Stätten sollten jederzeit und problemlos mit eingeflochten werden können.

Wir, die Emder Sozialdemokraten, sind der Meinung, dass wir, um die Zukunft gestalten zu können, Geschichte bewahren sollten, die Kultur in Emden in dem o.g. Rahmen zu zentralisieren sowie der Zeit entsprechend zu professionalisieren und zu modernisieren. So könnte man z.B. zu gemeinsamen Themen über ein Marketing alle Museen zusammen bewerben, deren Attraktivität für den Tourismus stärken, die Innenstadt dadurch beleben und Kaufkraft nach Emden holen.

Antrag an die Verwaltung:
ANTRAG Haus der Kultur – Alles unter einem Dach!
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kruithoff, Moin Tim,
sehr geehrte Herren,
wir beantragen seitens der SPD Fraktion eine zentrale Verwaltung in einem „Haus der Kultur“ (o.ä.), um den Auswirkungen des demografischen Wandels auf unser Kulturleben einerseits entgegenzuwirken und andererseits eine strukturierte Darstellung und gemeinsame einheitliche Vermarktung in Flyern, Prospekten, App, usw. zu finden und damit das touristische und städtische Angebot zu verbessern.
Begründung
Die im Emder Stadtgebiet vorhandenen und zum Teil in städtischer Hand befindlichen Kulturstätten, wie z. B. das „Landesmuseum“, das „Archiv“ oder auch die „Emder Wallanlagen“ sollten zusammen mit weiteren Museen gebündelt und gemeinsam unter einem „Haus der Kultur“ vermarktet werden.
Viele kleine und erhaltenswerte Emder Museen, wie z.B. das „Bunkermuseum“, das „Feuerschiff“, der „Rettungskreuzer“ oder auch der „Heringslogger“ befinden sich zurzeit unter der Führung von Vereinen, bzw. die Museumsstätte befindet sich in der Hand der Vereine, deren Mitgliederstruktur jedoch in die Jahre gekommen ist. Laut meinen Informationen steht in den jeweiligen Satzungen, dass nach einer Liquidation des Vereins (aus welchem Grunde auch immer), die jeweiligen Objekte an die Stadt fallen. Ich sehe hier eine tickende Zeitbombe.
Um die kleinen Museen und die Vereine in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu unterstützen, die Kräfte zu bündeln und das touristische Angebot zu verbessern, schlagen wir neben einer einheitlichen Leitung vom OLM und Archiv vor, die v. g. kleinen Emder Museen mit in ein einheitliches Marketing und eine einheitliche Museumspädagogik mit einzubeziehen. Wir streben keinesfalls an, den Vereinen etwas „wegzunehmen“ im Gegenteil, wir sind überzeugt, dass unsere kleinen Museen eine hervorragende Arbeit leisten und wollen sie weiter unterstützen und Hilfestellung anbieten um Synergieeffekte zu nutzen.
Die von mir erstellte Liste der Kulturstätten beansprucht nicht den Status der Vollständigkeit, neue Stätten sollten jederzeit und problemlos mit eingeflochten werden können.